Pressemitteilungen

14.2.2017

Verantwortung zeigen, investieren!

Kirchliche Kliniken fordern mehr Unterstützung von der NRW-Landesregierung

Düsseldorf/Münster, 14. Februar. Die evangelischen und katholischen Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen beklagen eine strukturelle Unterfinanzierung durch das Land. In einem Politischen Fachgespräch wollen sie NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) am Dienstag die zunehmend prekäre Situation vieler konfessioneller Kliniken darstellen. Insgesamt beziffern die Krankenhäuser unter Berufung auf ein „Investitionsbarometer NRW“ eine gewaltige Finanzierungslücke. Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung schätzt den Angaben zufolge den jährlichen Bedarf an Investitionsmitteln auf mehr als 900 Millionen Euro. 

7.2.2017

Proteste gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Diakonie RWL ruft zu Beteiligung an bundesweiten Demonstrationen auf

Düsseldorf/Münster, 7. Februar. Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe ruft Mitarbeitende ihrer diakonischen Einrichtungen dazu auf, sich am Protest gegen Abschiebungen nach Afghanistan am Samstag, den 11. Februar, zu beteiligen. „Wir fordern einen dauerhaften Abschiebestopp, denn Afghanistan ist nach wie vor ein Kriegsland und die Situation dort hat sich eher verschlechtert als verbessert“, erklärt die sozialpolitische Beauftragte der Diakonie RWL, Helga Siemens-Weibring.

20.1.2017

Stiefkind Altenpflegeschule

Diakonie RWL warnt vor Sparkollaps in der theoretischen Ausbildung in NRW

Düsseldorf/Münster, 20. Januar. Seit zehn Jahren finanziert die nordrhein-westfälische Landesregierung die Fachseminare für Altenpflege pro Schüler und Monat mit 280 Euro. Krankenpflegeschulen erhalten dagegen pro Schüler und Monat 540 Euro. „Wir leben hier mit einer Zwei-Klassen-Ausbildung, die der Bedeutung der Altenpflege keineswegs gerecht wird“, kritisiert der Vorstand der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, Christian Heine-Göttelmann. Die Alterung der Gesellschaft, aber auch die mit der Pflegereform eingeleitete bessere Versorgung der Demenzkranken erfordere eine qualitativ hochwertige Ausbildung des Fachpersonals.

19.12.2016

Kein Dienst wie jeder andere

Rund 45.000 Mitarbeitende der Diakonie RWL sind an Weihnachten im Einsatz

Düsseldorf/Münster, 19. Dezember. Während sich die meisten Familien um Tannenbaum und Krippe versammeln, arbeiten rund 45.000 hauptamtliche Mitarbeitende in diakonischen Einrichtungen. Sie kümmern sich auch an Weihnachten in Kinderheimen, Frauenhäusern, an Notruftelefonen oder in der ambulanten Pflege um Menschen, die Hilfe brauchen. Auch Tausende Ehrenamtliche unterstützen Weihnachtsfeiern für Obdachlose oder Heiligabendfeiern für Menschen, die allein sind. „Ein Dienst an Weihnachten ist kein normaler Dienst“, betont Christian Heine-Göttelmann, Vorstand der Diakonie RWL. „Viele Diakonie-Mitarbeiter geben sich große Mühe, dass man in unseren Einrichtungen etwas von der frohmachenden Weihnachtsbotschaft erlebt. Ihnen gilt unser besonderer Dank.“

13.12.2016

Neuerscheinung „Geflüchtete in Deutschland“

Diakonie, Kirche und Wissenschaft mit kritischer Analyse und guten Praxisbeispielen zur Flüchtlingsarbeit in Deutschland

Düsseldorf/Münster, 13. Dezember. Unter dem Titel „Geflüchtete in Deutschland. Ansichten - Allianzen – Anstöße hat die Diakonie RWL gemeinsam mit anderen Akteuren aus Kirche und Wissenschaft ein umfassendes Buch zur Flüchtlingsarbeit in Deutschland herausgegeben. Mehr als 50 Autorinnen und Autoren haben sich beteiligt und eine Vielzahl von Aspekten zusammengetragen. Das „Recht auf Ankommen“ wird ebenso angesprochen wie die europäische Asylpolitik, die Arbeitsmarktintegration von Asylbewerbern und die Netzwerkarbeit im Stadtteil, das Verhältnis von Migration und Seelsorge wird ebenso zur Sprache gebracht wie der Schutz von geflüchteten Frauen vor Gewalt.

16.11.2016

hinsehen - hingehen - helfen

Ehrenamtliche von Caritas und Diakonie starten Adventssammlung

Tausende von ehrenamtliche Sammlerinnen und Sammlern von Diakonie und Caritas werden sich ab Samstag (19. November) bis zum 10. Dezember wieder auf den Weg machen, um im Rahmen der Adventssammlung für ihre Arbeit um eine Spende zu bitten. Das Motto beschreibt in diesem Jahr in nur drei Worten ihr Anliegen: „hinsehen, hingehen, helfen“.

11.11.2016

Junge Geflüchtete brauchen bestmögliche Betreuung

Diakonie RWL warnt vor Verschlechterung der Standards für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe warnt nachdrücklich davor, die guten Hilfestandards in der Jugendhilfe abzusenken. Damit reagiert die Diakonie auf eine politische Initiative aus Bayern. Aus Bayern werden "Standards und Kosten" für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe zur Diskussion gestellt. Außerdem fordern die Politiker aus dem Freistaat, dass nur noch Minderjährige die Leistungen der Jugendhilfe erhalten sollen. Die Diakonie befürchtet: Wenn sich diese Ideen durchsetzen, würden ausgerechnet die Hilfen für die Kinder und jungen Menschen ausgehebelt, die besonders auf Hilfe angewiesen sind.

4.11.2016

Sparmodell mit fatalen Folgen für behinderte Menschen

Diakonie RWL ruft zur Beteiligung an Demonstration gegen das Bundesteilhabegesetz auf

Düsseldorf/Münster, 4. November. Das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe ruft seine Mitglieder dazu auf, die Demonstration gegen das Bundesteilhabegesetz am kommenden Montag in Berlin zu unterstützen. Das Gesetz, das den Leistungsbezug für Menschen mit Behinderungen regelt, soll die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskommission umsetzen und die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung in Deutschland verbessern.

3.11.2016

Großes Dankesfest für alle Helfer

Diakonie RWL und Rheinische Kirche würdigen ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingsarbeit

Düsseldorf/Münster, 3. November. Mit einem großen Fest danken das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe und die Evangelische Kirche im Rheinland den vielen freiwilligen Helfern in der Flüchtlingsarbeit. Rund 500 Ehrenamtliche kommen am Sonntag, 13. November, im Bonner Brückenforum zusammen, um zu feiern und zu lachen, sich auszutauschen, Kraft und Inspiration für die Betreuung geflüchteter Menschen zu schöpfen. Am Programm des Dankeschön-Tages beteiligt sich Prominenz aus Kultur, Wissenschaft und Politik. Dazu gehören Kabarettist Eckart von Hirschhausen, Sozialwissenschaftler Aladin El-Mafaalani sowie NRW-Integrationsminister Rainer Schmeltzer.

12.10.2016

Pflegekräfte haben Recht auf eine ordentliche Bezahlung

Düsseldorf/Münster, 12. Oktober. Das hohe Einkommen der Pflegekräfte ist laut einer heute veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung maßgeblich dafür verantwortlich, dass viele Pflegebedürftige sich die Pflegeheimkosten nicht leisten können. Sie müssen dann Sozialhilfe beantragen. Betroffen sind vor allem Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und die Stadtstaaten. Der Vorstand der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, Thomas Oelkers, verteidigt die Tarife: „Die Pflegekräfte müssen mit ihrem Gehalt ihren Lebensunterhalt bestreiten können und das können sie nur, wenn wir sie ordentlich nach den ausgehandelten Tarifen bezahlen. Dass sich das direkt auf die Versicherten niederschlägt, ist ein Webfehler im System der Pflegeversicherung.“

5.10.2016

Diakonie RWL fordert Geld für Pflege statt für Bürokratie

Landesverband weist Vorwürfe von Ministerin Steffens zurück

Düsseldorf/Münster, 5. Oktober 2016. Für die Berechnung von Pflegekosten für Heimbewohner in NRW sollen ab dem 1. Januar 2017 neue Regeln gelten. Das wird sich um Wochen oder gar Monate verschieben, so die zuständige Ministerin Barbara Steffens. „Der Hauptgrund für die Verzögerung und die dann bald über ein Jahr dauernde Bearbeitung der bereits eingereichten Anträge liegt in der bürokratischen Ausgestaltung der Neuordnung“, so Christian Heine-Göttelmann, Vorstand der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe. Noch immer seien nicht alle Unklarheiten beseitigt. Jetzt versuche die Ministerin den „Schwarzen Peter“ zwischen den Landschaftsverbänden und den Pflegeeinrichtungen hin- und herzuschieben.

28.9.2016

Nur wenige Flüchtlinge arbeiten als Bufdi

Diakonie RWL kritisiert bürokratische Hürden im Bundesfreiwilligendienst

Düsseldorf/Münster, 28. September. Seit Dezember 2015 können sich auch Flüchtlinge für den Bundesfreiwilligendienst bewerben. Doch das mit hohen Erwartungen gestartete Sonderprogramm „BFD mit Flüchtlingsbezug“ ist nach Ansicht der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe viel zu bürokratisch. „Wir erleben leider immer wieder, dass die Aufnahme von Flüchtlingen in dieses Sonderprogramm an Fragen des Aufenthaltsrechts und der Beschäftigungserlaubnis scheitert“, kritisiert Jürgen Thor, Leiter des Zentrums Freiwilligendienste bei der Diakonie RWL.

19.9.2016

Auch im Heim haben Kinder Rechte

Zum Weltkindertag fordert die Diakonie RWL mehr Mitsprache für Kinder und Jugendliche in Wohngruppen

Düsseldorf/Münster, 19. September. Zum diesjährigen Weltkindertag am 20. September erinnert das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe an die Bedeutung der Kinderrechte für alle Minderjährigen, die in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe leben. Das aktuelle Motto des Weltkindertages „Kindern ein Zuhause geben“ lädt dazu ein, den Lebensort „Kinderheim“ näher in den Blick zu nehmen. „Leider hat die Heimerziehung immer noch ein schlechtes Image, dabei finden Kinder und Jugendliche in den Gruppen Entlastung von familiären Konflikten, können neue Beziehungen zu anderen jungen Menschen knüpfen und werden von pädagogischen Fachkräften gezielt gefördert und unterstützt“, betont die Beauftragte für Sozialpolitik der Diakonie RWL, Helga Siemens-Weibring. Auch die Möglichkeiten zur Mitbestimmung, Mitgestaltung und Beschwerde seien in den vergangenen Jahren verbessert worden. „Wir wünschen uns aber, dass das Thema Partizipation politisch stärker unterstützt wird“, so Siemens-Weibring.

16.9.2016

Integrationsbegleitung im Zickzack-Kurs der Bundesregierung

Jugendmigrationsdienste benötigen mehr Mittel aus dem Bundeshaushalt

Düsseldorf/Stuttgart, 16.September 2016. Zum Abschluss der Aktionswoche Migration fordern das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL) und die Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA) eine deutliche Erhöhung der Mittel für die Jugendmigrationsdienste auf mindestens 60 Millionen Euro. Tatsächlich wurden im aktuellen Haushaltsentwurf der Bundesregierung die Gelder in diesem Bereich um acht Millionen Euro gekürzt - von 50 Millionen Euro 2016 auf 42 Millionen Euro. Das entspricht in etwa einer Reduzierung auf den Stand von 2006.

1.9.2016

Zurück trotz Krankheit und Traumata

Diakonie RWL kritisiert rigide Praxis bei Abschiebung abgelehnter Asylbewerber

Düsseldorf/Münster, 1. September. Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe übt scharfe Kritik an der rigiden Abschiebung kranker abgelehnter Asylbewerber in Nordrhein-Westfalen. „Mit Sorge beobachten wir, dass humanitäre Standards, die bisher gegolten haben, angesichts der hohen Zahl an Abschiebungen und der verschärften Gesetzeslage in den Hintergrund rücken“, sagt die Beauftragte für Sozialpolitik der Diakonie RWL, Helga Siemens-Weibring. Aus NRW wurden 2015 knapp 4.400 Flüchtlinge abgeschoben, im ersten Halbjahr 2016 bereits rund 2.600. Damit ist das Bundesland Spitzenreiter bei der Rückführung abgelehnter Asylbewerber in ihre Herkunftsländer.

17.8.2016

Gute Jobchancen mit einem Sozialen Jahr

Bundesfreiwilligendienst Ü27 ist bei Diakonie RWL ein Erfolgsmodell

Düsseldorf, Münster, 17. August. Im Bundesfreiwilligendienst gibt es ein besonderes Programm, das sich an Menschen richtet, die älter als 27 Jahre sind. Wer daran teilnimmt, hat später gute Chancen auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Das belegt eine aktuelle Auswertung der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe. Rund 50 Prozent der Teilnehmer beginnt nach dem sozialen Jahr eine Ausbildung, meist in der Heilerziehungspflege, der Altenhilfe oder als Erzieher. Weitere zehn Prozent erhalten direkt eine Festanstellung in einer sozialen Einrichtung oder beginnen ein Studium der sozialen Arbeit. Sieben Prozent verlängern den Bundesfreiwilligendienst um weitere sechs Monate.

7.7.2016

Teilhabe fördern statt Misstrauen säen

Flüchtlingsexperte der Diakonie RWL kritisiert Integrationsgesetz der Bundesregierung

Düsseldorf/Münster, 7. Juli. Die bevorstehende heutige Verabschiedung des Integrationsgesetzes im Deutschen Bundesstag stößt bei der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe auf Kritik und Besorgnis. „Für die Integrationsbemühungen vieler Bundesländer, darunter Nordrhein-Westfalen, bedeutet dieses Gesetz einen Rückschlag“, erklärt der Flüchtlingsexperte der Diakonie RWL, Dietrich Eckeberg. „Es enthält nur wenige Maßnahmen, die die Teilhabe geflüchteter Menschen an unserer Demokratie und Gesellschaft fördern, aber viele Sanktionen, die Misstrauen säen und damit kontraproduktiv für die Integration sind.“

23.6.2016

Gemeinsamer Weg besiegelt

Diakonische Landesverbände im Westen schließen sich zum Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe zusammen

Essen, Düsseldorf, Münster, 23. Juni. Die diakonischen Landesverbände Rheinland und Westfalen-Lippe haben gestern in Essen die endgültige Fusion zum Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. (Diakonie RWL) beschlossen. Den gemeinsamen Dachverband gibt es bereits seit 2008. Grundlage der Fusion ist ein Freundschaftsvertrag der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Evangelischen Kirche von Westfalen sowie der Lippischen Landeskirche vom Juli 2015, in dem sie erklären, den kirchlichen Auftrag zur Diakonie gemeinsam wahrnehmen zu wollen.

9.6.2016

Kommunen stark machen für Zuwanderung

Diakonische Werke der Diakonie RWL nehmen Stellung zur Integration von Flüchtlingen in Städten und Gemeinden

Düsseldorf/Münster, 9. Juni. In einer gemeinsamen Erklärung fordern die Regionalen und Kreiskirchlichen Werke in der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe die Städte und Kreise in ihrem Verbandsgebiet auf, umgehend einen Integrationsplan für die zugewanderten Flüchtlinge zu erarbeiten. „Nach über einem Jahr im ständigen Krisenmodus ist es dringend geboten, kommunale Integrationskonzepte für alle Lebensbereiche der Alt- und Neubürger vorzulegen“, betont der Vorstand der Diakonie RWL, Christian Heine-Göttelmann. Vielerorts fehle noch eine sinnvolle Vernetzung der Projekte und Unterstützungsangebote für Geflüchtete. In ihrer Erklärung drängen die Diakonischen Werke auf eine strategische Planung für den örtlichen Sozialraum und bieten ihre Mitwirkung als erfahrene Partner in der Sozialarbeit an.

2.6.2016

Diakonie und Caritas starten Sommersammlung

Düsseldorf, 2. Juni 2016. Am 4. Juni beginnt die Sommersammlung von Caritas und Diakonie in ganz Nordrhein-Westfalen. Einige Tausend ehrenamtliche Sammlerinnen und Sammler in den fünf Bistümern und drei evangelischen Landeskirchen machen sich auf den Weg. Sie erbitten Spenden für die kirchlichen Hilfen vor Ort. „hinsehen, hingehen, helfen“ heißt das Motto der Sammlung. Die Spendengelder machen praktische Nothilfe möglich. Außerdem fördern sie neue Ideen und Projekte in der vorbeugenden sozialen Arbeit.

1.6.2016

Kinder mit Förderbedarf gehen nicht regelmäßig zur Schule

Diakonie RWL fordert Einsatz von mehr Sonderpädagogen

Düsseldorf/Münster, 1. Juni. Immer mehr Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf aus Einrichtungen der Jugendhilfe werden in Nordrhein-Westfalen nur unzureichend beschult. Dies hat eine aktuelle Umfrage der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe unter ihren Einrichtungen der Erzieherischen Hilfen ergeben. Danach besuchen rund zwei Drittel der Schüler mit Förderbedarf, die in Heimen und Wohngruppen leben, nur stundenweise den Unterricht oder werden gar über Wochen davon beurlaubt. Dies betrifft insbesondere Kinder und Jugendliche, die Schulen mit dem Förderschwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“ besuchen, aber auch Schüler mit Förderbedarf an Regelschulen.hinderung/interview-diakonie-michaelshoven

10.5.2016

Altenheime zu würdigen Sterbeorten machen

Zum Internationalen Tag der Pflege fordert die Diakonie RWL eine angemessene Hospiz- und Palliativversorgung

Düsseldorf, Münster, 10. Mai. Zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai fordert die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, die Sterbebegleitung in der ambulanten Pflege und in Alteneinrichtungen finanziell und personell besser auszustatten. Besonders dringend ist diese Forderung für die Altenheime. Dort sterben Statistiken zufolge über 30 Prozent der Menschen in Deutschland. „Altenheime sind neben den Krankenhäusern längst zu Sterbeorten geworden, aber die Politik berücksichtigt dies kaum“, kritisiert der Vorstand der Diakonie RWL, Christian Heine-Göttelmann. „Sterbende Menschen werden in unseren rund 450 Einrichtungen natürlich schon immer in ihrer letzten Lebensphase begleitet. Allerdings wird das immer schwerer, weil unsere Personalschlüssel nicht den immens gestiegenen Anforderungen einer immer älteren Bewohnerschaft mit höheren Leistungsbedarfen angepasst wurden“, so Heine-Göttelmann weiter.

10.3.2016

Gewaltopfer stark machen im Strafprozess

Diakonie steigt in Psychosoziale Prozessbegleitung ein

Düsseldorf/Münster, 10. März. Die Diakonie in Rheinland, Westfalen und Lippe wird Opfern schwerer Gewalttaten künftig in Gerichtsverfahren eine soziale Unterstützung anbieten. Nach dem neuen Opferrechtsreformgesetz haben Menschen, die schwere Gewalttaten oder sexuellen Missbrauch erleben mussten, ab Januar 2017 einen Rechtsanspruch auf die sogenannte Psychosoziale Prozessbegleitung. Die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Ausbildung startet in Nordrhein-Westfalen an diesem Wochenende.

3.3.2016

Chaos in Asylbehörden schadet Flüchtlingen und Kommunen

Diakonie RWL fordert dringend schnellere Asylverfahren

Düsseldorf/Münster, 3. März. Die vielfach geforderte schnellere Entgegennahme und Bearbeitung von Asylanträgen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) kommt nach Beobachtung der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe nicht voran. Allein in Nordrhein-Westfalen sind nach Einschätzung des Sozialverbands mindestens 100.000 Flüchtlinge in die Kommunen verteilt worden, die noch keinen Asylantrag gestellt haben. Diese Flüchtlinge sind dem BAMF unbekannt.
 

11.2.2016

Ungute Konkurrenz zwischen Flüchtlingen und Langzeitarbeitslosen vermeiden

Diakonie RWL begrüßt Vorstoß der Bundesarbeitsministerin zur Aufstockung der Fördermittel und fordert Gesetzesreform

Düsseldorf/Münster, 11. Februar. Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe unterstützt die Forderung von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, kurzfristig eine halbe Milliarde Euro mehr pro Jahr für die Integration der Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt zu geben. „Frau Nahles Befürchtung, dass ohne diese zusätzliche Finanzierung ein Verdrängungswettbewerb auf Kosten der Langzeitarbeitslosen entsteht, können wir aus der Praxis bestätigen“, betont die Arbeitsmarktexpertin der Diakonie RWL, Ina Heythausen. Immer mehr Träger von Integrationsbetrieben seien in großer Sorge, dass es zu einer unguten Konkurrenz zwischen den beiden Gruppen komme. „Das ist sozialer Sprengstoff für das friedliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft.“

2.2.2016

Gut vorbereitet auf Flüchtlingskinder

Diakonie RWL veröffentlicht Web-Führer für Kitas

Düsseldorf/Münster, 2. Februar. Mit einem aktuellen Web-Führer unterstützt die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe evangelische Kindertagesstätten, die Kinder aus Flüchtlingsfamilien betreuen. „Erzieherinnen und Erzieher finden hier viele nützliche Tipps und Verweise zu Links mit weiterführendem Infomaterial zum Asylrecht, zur Sprachförderung oder zum Umgang mit traumatisierten Kindern“, erklärt Helga Siemens-Weibring, Leiterin des Geschäftsbereichs Familie, Bildung und Erziehung bei der Diakonie RWL. Der Web-Führer soll laufend aktualisiert und erweitert werden.

8.12.2015

Nur einen Klick entfernt

Neue App erklärt jungen Flüchtlingen das Leben in ihrer Stadt

Bonn/Düsseldorf/Münster, 8. Dezember. Mit einem neuen Internetportal können sich unbegleitete minderjährige Flüchtlinge künftig die Stadt erschließen, der sie zugewiesen werden. In dem von der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe unterstützten Projekt „Stadtgrenzenlos“ entwickeln junge Flüchtlinge, Mitarbeitende und Ehrenamtliche der Evangelischen Jugendhilfe Godesheim in Bonn gerade eine App mit mehrsprachigen Erklärvideos und Lernmaterialien, interaktiven Karten und den wichtigsten Ansprechpartnern der Stadt Bonn. Die App kann in weiten Teilen von anderen deutschen Städten adaptiert werden. Sie geht Anfang Januar 2016 an den Start.

25.11.2015

Hilfe für Helfer – Evangelische Kirchen und Diakonie RWL unterstützen ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit

Düsseldorf/Münster/Bielefeld/Detmold, 16. November. Die Diakonie RWL hat gemeinsam mit den Evangelischen Kirchen von Rheinland, Westfalen und Lippe einen Wegweiser für die ehrenamtliche Arbeit mit Flüchtlingen in NRW herausgegeben. Auf knapp 80 Seiten fasst die Broschüre einfach und verständlich wichtige Grundinformationen zusammen, die notwendig sind, um Flüchtlinge gut begleiten und unterstützen zu können.

30.10.2015

Diakonie RWL fordert mehr Anstrengung zur Arbeitsintegration von Flüchtlingen

Frühzeitige Beratung in Landesaufnahmestellen erforderlich

Düsseldorf/Münster, 30. Oktober. Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe fordert von der Politik mehr Anstrengungen zur Integration der Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt. Das neue, am 1. November beginnende Programm für Flüchtlinge und Langzeitarbeitslose „Neustart in Deutschland“ sei ein „erster Schritt in die richtige Richtung“, erklärt Vorstand Christian Heine-Göttelmann. Es finanziert bundesweit für rund 100.000 Flüchtlinge, die seit mindestens drei Monaten hier sind, Hospitanzen und Praktika sowie Sprach- und Integrationskurse. „Doch wir brauchen jetzt umfassendere Maßnahmen und Angebote, damit die vielen Flüchtlinge möglichst schnell in Arbeit kommen.“

1.10.2010

„Wir helfen bis an die Grenze der Belastbarkeit“

Diakonie RWL unterstützt Jugendämter bei Unterbringung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge

Düsseldorf/Münster, 1. Oktober. Bereits zum 1. November sind alle Jugendämter in Deutschland gesetzlich verpflichtet, sich an der Unterbringung und Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge zu beteiligen. Als größter Träger der Kinder- und Jugendhilfe in NRW wird die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe sie dabei nach Kräften unterstützen. „Wir helfen bis an die Grenzen unserer Belastbarkeit“, versichert die Geschäftsbereichsleiterin für Familie, Bildung und Erziehung, Helga Siemens-Weibring.