Pressemitteilungen

23.9.2015

Bufdis in der Flüchtlingshilfe brauchen gute Begleitung

Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe fordert klares Konzept

Düsseldorf/Münster, 23. September. Auf dem Bundesflüchtlingsgipfel am Donnerstag wird auch die Ausweitung der Freiwilligendienste auf die Flüchtlingsarbeit Thema sein. Die Bundesregierung will dafür im kommenden Jahr 10.000 neue Plätze einrichten.

22.9.2015

Heimbewohner sind Verlierer der Pflegereform

Diakonie RWL fordert Korrektur von Bundestag und Bundesrat

Düsseldorf/Münster, 22. September. Am kommenden Freitag beraten Bundestag und Bundesrat über die zweite Stufe der Pflegereform, das sogenannte 2. Pflegestärkungsgesetz. Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe fordert die Abgeordneten auf, sich für Korrekturen am Entwurf von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe einzusetzen. „Wir begrüßen die Ausweitung des Pflegebegriffs insbesondere auf Demenzkranke, aber die Reform schafft auch viele Verlierer unter den Heimbewohnern“, kritisiert Vorstand Christian Heine-Göttelmann. Das neue Pflegestärkungsgesetz benachteilige Menschen in den unteren Graden stationärer Pflege, die künftig mehr Geld für ihre Versorgung zahlen müssten. 

18.9.2016

Flüchtlingskinder in Schulen besser betreuen

Diakonie RWL fordert Ausbau der Schulsozialarbeit

Düsseldorf/Münster, 18. September. Aus Anlass des Weltkindertages am Sonntag fordert die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, die Situation der Flüchtlingskinder in deutschen Schulen stärker in den Blick zu nehmen. „Es geht nicht allein darum, ihnen Sprache und Bildung zu vermitteln. Viele Kinder sind traumatisiert und brauchen daher auch soziale und psychologische Unterstützung“, sagt die Geschäftsbereichsleiterin für Familie, Bildung und Erziehung bei der Diakonie RWL, Helga Siemens-Weibring. Es reiche nicht, mehr Lehrerstellen einzurichten, wie es etwa die NRW-Landesregierung angekündigt habe. „Wir brauchen dringend mehr Schulsozialarbeiter und eine gute Vernetzung zu psycho-sozialen Beratungsstellen, die den traumatisierten Kindern und ihren Familien helfen können.“

2.9.2015

Kirchliches Arbeitsrecht: Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe und Evangelische Kirche von Westfalen zum Beschluss des Bundesverfassungsgerichts

Karlsruhe/Düsseldorf/Bielefeld, 2. September 2015. Vertreter der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL) und der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) haben den heute veröffentlichten Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden: Die Verfassungsbeschwerde gegen den Dritten Weg im kirchlichen Arbeitsrecht ist unzulässig. Der Gewerkschaft fehlt die erforderliche Beschwerdebefugnis.

28.8.2015

Kein Geld für Sterbebegleitung in Pflegeheimen

Diakonie RWL übt scharfe Kritik an starrer Haltung der Bundesregierung

Düsseldorf, Münster, 28. August. Mit Enttäuschung und Kritik reagiert die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe auf die am Freitag veröffentlichte Ankündigung der Bundesregierung, die Sterbebegleitung in Pflegeheimen auch künftig nicht zu finanzieren.

11.8.2015

Heimkinder nicht im Regen stehen lassen - Diakonie RWL fordert Jugendämter auf, volljährige Jugendliche zu unterstützen

Düsseldorf/Münster, 11. August. Jugendliche, die sich in der Obhut des Jugendamtes befinden, sollten nach Ansicht der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe auch über ihren 18. Geburtstag hinaus betreut werden. „Der Verschiebebahnhof der Zuständigkeiten zwischen Jugendhilfe und Jobcenter muss endlich aufhören“, fordert die Geschäftsbereichsleiterin für Familie, Bildung und Erziehung bei der Diakonie RWL, Helga Siemens-Weibring, anlässlich des Internationalen Tages der Jugend am 12. August.

5.8.2015

Freiwilliges Soziales Jahr voll im Trend – Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe verzeichnet hohe Bewerberzahlen aus dem In- und Ausland

Düsseldorf/Münster, 5. August. Im August und September starten zahlreiche Jugendliche in den Einrichtungen der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe ihr Freiwilliges Soziales Jahr. Zwischen Ostwestfalen und Saarbrücken unterstützen rund 1.800 Freiwillige die soziale Arbeit in Schulen, Krankenhäusern, Kitas oder Altenheimen. 95 Prozent von ihnen sind junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren. Knapp fünf Prozent machen im Bundesfreiwilligendienst Ü27 für Lebensältere mit. „Das Freiwillige Soziale Jahr liegt voll im Trend“, freuen sich die beiden Geschäftsbereichsleiter Freiwilligendienste bei der Diakonie RWL, Jürgen Thor und Michael Brausch. „In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der Bewerber um etwa 300 Prozent gestiegen.“

20.7.2015

Langzeitarbeitslosen endlich eine Chance geben – Diakonie RWL fordert Ausbau der öffentlich geförderten Beschäftigung

Düsseldorf/Münster, 20. Juli. Angesichts der steten Zunahme der Langzeitarbeitslosigkeit in NRW mahnt die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe dringend Arbeitsmarktreformen an. „Während die Zahl der Menschen, die dauerhaft Hartz IV beziehen, kontinuierlich steigt, werden staatliche Förderprogramme massiv zurückgefahren“, kritisiert Vorstand Christian Heine-Göttelmann. Dies belegt der heute veröffentlichte Arbeitslosenreport der Freien Wohlfahrtspflege nach Ansicht des Sozialexperten eindrücklich. So haben im Juni 2015 nur noch knapp 25.000 Menschen an einer Maßnahme der öffentlich geförderten Beschäftigung in NRW teilgenommen, rund 38 Prozent weniger als im Juni 2011. Gleichzeitig erhöhte sich der Anteil der Langzeitleistungsbezieher in den vergangenen zwei Jahren von rund 770.500 auf rund 777.000.

19.6.2015

Das Recht auf Bildung ernst nehmen

Untersuchung der Diakonie RWL zeigt: Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge kommen oft zu spät ins deutsche Schulsystem

Düsseldorf/Münster, 19. Juni. Zum Internationalen Tag des Flüchtlings am Samstag macht die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe auf Schwierigkeiten bei der Integration unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge ins deutsche Schulsystem aufmerksam. Laut einer aktuellen Umfrage unter 82 diakonischen Mitgliedseinrichtungen der Diakonie RWL wurden rund zehn Prozent der betreuten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge zum Zeitpunkt der Befragung nicht beschult.

8.6.2015

Prekäre Situation im Offenen Ganztag an NRW-Schulen – Diakonie RWL fordert mehr Geld für qualifiziertes Personal

Düsseldorf/Münster, 8. Juni. Angesichts der aktuellen Diskussion um den Ganztag an Schulen in NRW fordert die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe eine bessere finanzielle Ausstattung der Offenen Ganztagsgrundschulen (OGS). Seit Jahren seien die Bildungs- und Betreuungsangebote im Nachmittagsbereich deutlich unterfinanziert, kritisiert die Leiterin des Geschäftsbereichs Familie, Bildung und Erziehung, Helga Siemens-Weibring, im Vorfeld eines Treffens der rot-grünen Landesregierung mit rund 40 Bildungsexperten zum Thema OGS am Dienstag.

20.5.2015

Caritas und Diakonie rufen zur Sommersammlung auf - Spenden, um Gutes zu bewirken

Düsseldorf/Münster, 20. Mai 2015: Unter dem Motto „Gutes bewirken“ rufen die beiden kirchlichen Hilfswerke Diakonie und Caritas zu ihrer Sommersammlung auf. Vom 23. Mai bis 13. Juni gehen wieder tausende Sammlerinnen und Sammler in den Gemeinden von Tür zu Tür und bitten um Spenden für kirchlich-soziale Projekte. Sie fließen zum Beispiel in ehrenamtlich getragene oder unterstützte Aufgaben wie Besuchsdienste für kranke und ältere Menschen in den Kirchengemeinden, Ferienfreizeiten für Menschen mit Handicap, Kleiderkammern oder Hausaufgabenbetreuung. Diese Angebote bekommen in der Regel keine Förderung vom Staat und sind daher besonders auf Spenden angewiesen.
 

20.5.2015

Diakonie RWL fordert mehr Wertschätzung für Erzieherberuf – NRW braucht neue Finanzierungsmodelle für Kitas

Düsseldorf/Münster, 20. Mai. Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe hält eine Aufwertung des Erzieher- und Sozialarbeiterberufes für dringend notwendig. Der derzeitige bundesweite Streik im Sozial- und Erziehungsdienst zeige Öffentlichkeit und Politik, wie unterfinanziert dieser gesellschaftlich wichtige Bereich sei, erklärt der Vorstand der Diakonie RWL, Christian Heine-Göttelmann. Die Erwartung an frühkindliche Bildung und die Stärkung sozialer Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen erfordere heute deutlich mehr Qualifikation in diesem Berufsfeld. Der Kampf um mehr gesellschaftliche Wertschätzung und eine angemessene Entlohnung sei daher nachvollziehbar. „In den Kitas und der sozialen Arbeit werden Grundlagen für Chancengleichheit in unserer Gesellschaft gelegt.“
 

13.5.2015

Hilfe für gestresste Familien – Evangelische Beratungsstellen der Diakonie RWL haben großen Zulauf

Düsseldorf/Münster, 13. Mai. Hohe Scheidungsraten, prekäre Arbeitsverhältnisse und Erziehungsprobleme setzen Eltern in Nordrhein-Westfalen zunehmend unter Druck. Immer mehr Familien suchen deshalb Hilfe bei den evangelischen Beratungsstellen der Diakonie und Kirchen in Rheinland, Westfalen und Lippe. Darunter sind auch viele Zuwanderer. „Dieses wichtige Angebot darf in Zeiten knapper Kassen nicht eingeschränkt werden“, fordern die Erziehungs-, Paar- und Lebensberatungsstellen anlässlich des Internationalen Tages der Familie am 15. Mai.
 

12.5.2015

Mehr Kollegen für die Pflege

Diakonie RWL beteiligt sich an landesweiter Initiative der Wohlfahrtsverbände

Düsseldorf/Münster, 12. Mai 2015: Aus Anlass des Internationalen Tages der Pflege am 12. Mai startet die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden in NRW ihre landesweite „Initiative für eine gute Pflege heute und in Zukunft“. Unter dem Motto „Wir für Sie“ fordern die 124.000 Mitarbeitenden aus den ambulanten Diensten, Tagespflegeeinrichtungen und stationären Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege personelle Verstärkung. An Infoständen auf den Märkten, in Demonstrationszügen oder auf eigens dazu veranstalteten Frühlingsfesten zeigen sie, was sie täglich leisten und was sie von den Politikern erwarten.

6.5.2015

Flüchtlinge schützen - Finanzen und Zuständigkeiten fair regeln

Diakonie RWL fordert Bund, Länder und Kommunen zu besserer Zusammenarbeit in Flüchtlingspolitik auf

Düsseldorf/Münster, 6. Mai. Der Bundesflüchtlingsgipfel am Freitag in Berlin muss nach Ansicht der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe endlich zu einer fairen finanziellen Aufteilung der Flüchtlingsversorgung führen. Der Streit ums Geld zwischen Bund, Ländern und Kommunen lähme die deutsche Flüchtlingspolitik, der noch immer eine gute Gesamtkonzeption für die Aufnahme, Unterbringung und soziale Versorgung von Asylbewerbern fehle, kritisiert Flüchtlingsexperte der Diakonie RWL, Dietrich Eckeberg. „Wir brauchen dringend eine Orientierung am Asylrecht und eine bessere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren der Flüchtlingspolitik auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene.“