Freitag, 3. Mai 2013

Behindert oder fördert Inklusion?

Eine Kritik an Irrwegen der Inklusionsdebatte

Mit diesem diakonischen Zwischenruf wendet sich der Vorstand der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, Professor Dr. Uwe Becker, gegen eine „Inklusion light“. Inklusion, so Becker, lässt sich nicht mit moralischen Appellen an die Herzen und Gemüter erreichen. Inklusion erfordert vielmehr einen klaren politischen Gestaltungswillen.

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Behinderung

Mit diesem diakonischen Zwischenruf wendet sich der Vorstand der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, Professor Dr. Uwe Becker, gegen eine „Inklusion light“. Inklusion, so Becker, lässt sich nicht mit moralischen Appellen an die Herzen und Gemüter erreichen. Inklusion erfordert vielmehr einen klaren politischen Gestaltungswillen. Und der sei nicht erkennbar. Ganz im Gegenteil. Während Politik an den gesellschaftlichen Goodwill appelliert, schafft und erhält sie vielfältige Mechanismen der Exklusion in unserer Gesellschaft, von der Menschen mit und ohne Behinderungen betroffen sind, zum Beispiel durch Armut. Und nicht jede Idee, die derzeit politisch diskutiert wird, ist zielführend, nicht jede Auflösung einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung dient schon dem Ziel der Inklusion.