Montag, 19. Dezember 2016

Kein Dienst wie jeder andere

Rund 45.000 Mitarbeitende der Diakonie RWL sind an Weihnachten im Einsatz

Düsseldorf/Münster, 19. Dezember. Während sich die meisten Familien um Tannenbaum und Krippe versammeln, arbeiten rund 45.000 hauptamtliche Mitarbeitende in diakonischen Einrichtungen. Sie kümmern sich auch an Weihnachten in Kinderheimen, Frauenhäusern, an Notruftelefonen oder in der ambulanten Pflege um Menschen, die Hilfe brauchen. Auch Tausende Ehrenamtliche unterstützen Weihnachtsfeiern für Obdachlose oder Heiligabendfeiern für Menschen, die allein sind. „Ein Dienst an Weihnachten ist kein normaler Dienst“, betont Christian Heine-Göttelmann, Vorstand der Diakonie RWL. „Viele Diakonie-Mitarbeiter geben sich große Mühe, dass man in unseren Einrichtungen etwas von der frohmachenden Weihnachtsbotschaft erlebt. Ihnen gilt unser besonderer Dank.“

Ihr Ansprechpartner
Sabine Portmann
Presse- und Medienarbeit
Brot für die Welt, Stabsstelle Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
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Edmund Grauthoff, Teamleiter der Heilpädagogischen Kinderwohngruppe der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch-Land, feiert Heiligabend gemeinsam mit den Jungs der Wohngruppe. Er freut sich auf seinen Dienst. „Wir tun viel dafür, dass die Weihnachtszeit für unsere Kinder nicht zu stressig und emotional anstrengend wird“, sagt er. „Denn natürlich kommen in diesen besonderen Tagen auch Traurigkeit und Wut hoch, weil sie nicht bei ihren Familien sein können.“ Daher sei es wichtig, Gelassenheit, Ruhe und Wertschätzung für die Kinder, aber auch die Eltern zu vermitteln. Sie werden am zweiten Weihnachtsfeiertag in die Wohngruppe eingeladen, um in Begleitung der Pädagogen mit ihren Kindern zusammen sein zu können.

Alexander Maihoff, Rettungssanitäter der Johanniter, hat an Heiligabend Dienst in der Hausnotrufzentrale in Essen. Er kümmert sich darum, dass ältere, kranke und behinderte Menschen, die an den Notruf angeschlossen sind, auch an diesem besonderen Festtag schnell Hilfe bekommen. Der Notruf lässt sich über das Hausnotrufgerät selbst oder einen Funksender auslösen. „Meine Aufgabe ist es, in der Leitstelle über die bei einem Notruf automatisch bestehende Sprechverbindung einzuschätzen, wie dramatisch die Situation tatsächlich ist“, erzählt er. „Manchmal ist klar, dass neben dem Einsatzdienst der Johanniter auch der Rettungsdienst oder ein Notarzt dazukommen muss. In der Zeit bis die Hilfe eintrifft, gebe ich unseren Teilnehmern Anweisungen, wie sie sich verhalten sollen.“

Andrea Becker veranstaltet mit ihrem Team des Evangelischen Frauenhauses Datteln jedes Jahr eine Weihnachtsfeier für die Frauen und deren Kinder. „Wir Mitarbeiterinnen kochen dann für sie. Jede Frau und jedes Kind erhält ein persönliches Geschenk.“ Die Feier sei eine Würdigung für die Frauen und Kinder, die in ihrem Leben schon so viel Gewalt erlebt hätten, sagt Andrea Becker. „Für viele ist es zum ersten Mal seit vielen Jahren ein entspanntes und glückliches Fest.“

Helmut Rauchholz feiert Heiligabend mit Wohnungslosen, die im Bodelschwingh-Haus der Diakonie in Dortmund eine Bleibe gefunden haben. Auch er freut sich auf seinen Dienst. „Einige Bewohner sagen, mit Weihnachten haben sie nichts am Hut“, erzählt Rauchholz. Und doch sei Heiligabend für viele ein besonderer Tag mit oft schmerzhaften Erinnerungen. Alle Gäste haben bereits Wunschzettel mit drei Wünschen abgegeben. Das Team hat versucht, möglichst viele davon umzusetzen.

Es gibt viele weitere Beispiele für den Einsatz von Mitarbeitenden, die in Einrichtungen der Diakonie RWL arbeiten. Gerne vermittelt Ihnen Sabine Portmann, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ansprechpartner. Telefon 0251 2709-790, E-Mail: s.portmann@diakonie-rwl.de