30. August 2016

Neue Aufgaben für Helga Siemens-Weibring

Sozialpolitik rückt in den Vordergrund

Bisher war sie Leiterin des Geschäftsbereichs Familie, Bildung und Erziehung. Zum 1. September übernimmt sie nun neue, verantwortliche Aufgaben mit neuen Akzenten: Helga Siemens-Weibring wird Beauftragte Sozialpolitik der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe. Auch in Rheinland-Pfalz wird sich die RWL-Familienexpertin an führender Stelle kirchlich-diakonisch engagieren.

Portrait

Helga Siemens-Weibring

Am 22. Juni ist die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe durch ihre Fusion endgültig zu einem starken evangelischen Akteur in der großen Region der drei Landeskirchen zusammengewachsen. Ganz wesentlich bleibt dabei, dass die Diakonie RWL sozialethisch Position bezieht und sich in der regionalen Sozialpolitik im Westen Deutschlands deutlich und konkret engagiert.

Das aktuelle Thema Flucht und Integration beherrscht die Medien. Naturgemäß liegt hier ein deutlicher Schwerpunkt für die Arbeit diakonischer Träger und Initiativen. Klassische Herausforderungen für diakonisches Handeln - wie die zunehmende soziale Ungleichheit und die verfestigte Kinderarmut - erfordern ebenso hohe Aufmerksamkeit wie etwa die angemessene individuelle Betreuung von Pflegebedürftigen. Hier zeigt sich diakonisches Profil im Einsatz für eine soziale Infrastruktur, die die sozialen Teilhaberechte benachteiligter Menschen wahrnimmt und fördert.

Stimme der Diakonie zu Gehör bringen

"Wir sind sehr froh darüber, dass wir Frau Siemens-Weibring dafür gewinnen konnten, an führender Stelle die sozial- und familienpolitischen Anliegen der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz nach vorne zu bringen", betont Diakonie RWL-Vorstand Christan Heine-Göttelmann. "Sie wird dies in enger Abstimmung mit dem Vorstand und den Kirchen tun. In einer Gesellschaft, die älter, bunter und ärmer wird, muss die Stimme der Diakonie vernehmbar, verlässlich und kompetent zu Gehör gebracht werden."

Helga Siemens-Weibring selbst kann sich auch mit ihrem neuen Aufgabenzuschnitt auf das stützen, was sie als Geschäftsbereichsleiterin für die Handlungsfelder Familie, Bildung, Erziehung und Kinder erarbeitet hat. Diese Expertise bringt sie nun in anderer Form ein – im Zusammenspiel auch mit Bündnispartnern einer sozial gerechten Zivilgesellschaft, etwa mit den weiteren Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege in NRW und der Liga in Rheinland-Pfalz.

Freude über neue Gestaltungsmöglichkeiten

"Es war nicht einfach, für meine neuen Aufgaben eine Überschrift zu finden, die all das zum Ausdruck bringt, was ich jetzt in anderer Art bearbeiten soll", sagt Helga Siemens-Weibring. "Aber ich freue mich auf neue Gestaltungsmöglichkeiten. Der inklusive Sozialstaat nimmt langsam Gestalt an. Da haben wir als Diakonie eine Menge einzubringen, auch manches anzubieten und vieles zu fordern." Das seien Zukunftsaufgaben, betont die Sozialexpertin. Sie freue sich darauf, "hier an verantwortlicher Stelle mitzuwirken".

Das gesellschaftspolitische Megathema Flucht gehört weiterhin zum Aufgabenspektrum der Beauftragten Sozialpolitik der Diakonie RWL. Hier wird sie etwa wie bislang die Servicegruppe Flucht leiten und ressortübergreifend Arbeiten koordinieren.

Auf der Tagesordnung für die Diakonie RWL als Landesverband im Erneuerungsprozess steht zugleich, die Marke Diakonie zu stärken, die kirchlich-diakonischen Kräfte zu bündeln, die wirtschaftlichen und fachlichen Interessen der Mitglieder so bedarfsgerecht wie möglich zu bedienen und darüber hinaus anwaltschaftlich die Bedürfnisse benachteiligter Menschen zu vertreten.

Text: Reinhard van Spankeren

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