4. April 2016

Geschäftsbereichsleiter verstorben

Diakonie RWL trauert um Nikolaus Immer

Der Leiter des Geschäftsbereichs Soziales und Integration, Nikolaus Immer, ist am vergangenen Wochenende gestorben. "Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe trauert mit den Angehörigen um einen engagierten Streiter für soziale Gerechtigkeit und sozialen Frieden", so die Vorstände Pfarrer Christian Heine-Göttelmann und Thomas Oelkers in ihrem Schreiben an die Mitarbeiterschaft. Nikolaus Immer wurde 63 Jahre alt.

Portrait

Nikolaus Immer

Der studierte Sozialwissenschaftler war seit 25 Jahren für die Diakonie tätig. Zunächst arbeitete Nikolaus Immer als Referent für "Hilfs- und Eingliederungsmaßnahmen für Arbeitslose" beim Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche im Rheinland, übernahm aber schon nach drei Jahren die Abteilungsleitung für "Ökumenische und Gesellschaftliche Diakonie". Der Zusammenhang von weltweiter Gerechtigkeit und Gerechtigkeit vor Ort war prägendes Prinzip für sein gesamtes Berufsleben. Im Zuge der Fusion der diakonischen Landesverbände Rheinland, Westfalen und Lippe erhielt Nikolaus Immer 2008 die Leitung des Geschäftsbereichs Soziales und Integration.

Diakonisches Engagement für Benachteiligte

Politisch wach, rhetorisch versiert, an vielen Orten und in vielen diakonischen Arbeitsfeldern engagiert – so erlebten Mitglieder und Mitarbeitende, aber auch die Kooperationspartner in Kirche, Wohlfahrtspflege und Politik den Kölner Protestanten. Sein Augenmerk richtete er besonders auch auf die südlichen, eher ländlichen Teile des Verbandsgebiets. Sein wesentliches Anliegen war es, die Lebensverhältnisse von benachteiligten Menschen pragmatisch zu verbessern. Sein ganz besonderer Einsatz galt in den letzten Monaten der Integration von Flüchtlingen. Seine von tiefer Verantwortungsethik getragenen Ideen und Gedanken hierzu bleiben jetzt Vermächtnis und Auftrag für die Diakonie RWL.

In ihrem Schreiben an die Mitarbeiterschaft betonen die beiden Vorstände Christian Heine-Göttelmann und Thomas Oelkers, Nikolaus Immer sei bei Mitgliedern und Kooperationspartnern der Diakonie RWL sowie bei den Landeskirchen, Gemeinden und in der Landespolitik als zuverlässiger und kompetenter Gesprächspartner sehr geschätzt gewesen. "Umso betroffener macht uns sein plötzlicher und viel zu früher Tod", heißt es. "Unser Mitgefühl in diesen schweren Stunden gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden. Wir werden Nikolaus Immer als einen ganz besonderen Menschen in Erinnerung behalten. Ihn selbst vertrauen wir der bleibenden Liebe Gottes an."

Nikolaus Immer wurde 1952 geboren. Er studierte Erziehungswissenschaften, Sozialwissenschaften und Philosophie in Bonn und war von 1981 bis 1983 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Köln tätig. Von 1984 bis 1989 arbeitete Immer als wissenschaftlicher Angestellter an der Universität Duisburg. Im Mai 1990 kam er als sozialpolitischer Referent zum Sozialwerk des evangelischen Stadtkirchenverbandes Köln, 1991 wechselte er zum Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche im Rheinland. Nikolaus Immer war seit 1984 verheiratet und Vater von zwei Töchtern.

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