20. Mai 2016

Mitmachaktion "Wir sind MitMenschen"

Gesicht zeigen gegen Fremdenfeindlichkeit

Unter dem Motto "Wir sind MitMenschen!" hat die Evangelische Kirche im Rheinland in dieser Woche eine Mitmachaktion gegen Fremdenfeindlichkeit gestartet. Das Interesse daran ist groß. Auch Mitarbeitende der Diakonie RWL beteiligen sich mit ihren Fotos und Kommentaren.

Portrait

Präses Manfred Rekowski

 "Wenn wir als Christinnen und Christen durch die Welt gehen und unseren Glauben leben, sind wir immer wieder gefragt, Farbe zu bekennen und Gesicht zu zeigen für die Sache Gottes", betont der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski. Das sei auch in diesen Zeiten so, in denen Menschen hier Zuflucht suchten. Und auch in diesen Zeiten, in denen Menschen Angst vor Fremden schürten, Hass predigten und aus Populismus politisches Kapital schlagen wollten.

Die Bibel beziehe klar und ausdrücklich Stellung gegen Fremdenfeindlichkeit, erklärt Rekowski. Davon motiviert habe die rheinische Kirche die Mitmach-Aktion „Wir sind MitMenschen“ gestartet. Bei dieser zeigen Christinnen und Christen Gesicht gegen Fremdenfeindlichkeit. Ihre Botschaft lautet: "Gottes Wort lehrt Nächstenliebe, nicht Hass."

Mit eigenem Bild Gesicht zeigen

Beteiligen können sich alle, die möchten, mit ihrem eigenen Foto und Namen. Auf der gleichnamigen Internetseite www.wirsindmitmenschen.de können die Teilnehmenden ihr Foto zusammen mit einem Bibelvers oder Statement online stellen sowie ein eigenes Plakat oder eine Postkarte daraus gestalten. Zusätzlich können auf der Internetseite Materialien wie Postkarten, Anstecker, Aufkleber und Plakate in zwei Motiven bestellt werden.

Das eine Plakat zeigt das Logo der Mitmach-Aktion. Auf dem zweiten Plakat sind erste Unterstützerinnen und Unterstützer zu sehen: Darunter die Ministerpräsidentinnen Hannelore Kraft (NRW), Malu Dreyer (Rheinland-Pfalz) und Annegret Kramp-Karrenbauer (Saarland) mit ihrem hessischen Amtskollegen Volker Bouffier. Hinzu kommen der Trierer Bischof Stephan Ackermann, Evonik-Chef Klaus Engel, Erzieherin Temis Duarte-Niermann, die Rentnerin Margret Sohn und der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland Manfred Rekowski. Dieses Plakat ist zurzeit in mehr als 100 Orten auf dem Gebiet der rheinischen Kirche ausgehängt.

Einzelne, Gruppen und andere Kirchen können sich beteiligen

Dabei sollen aber nicht nur bekannte Menschen für Mitmenschlichkeit und gegen Fremdenfeindlichkeit Gesicht zeigen. "Mir ist wichtig, dass hier Einzelne aber auch Gruppen mitmachen können", erklärt Präses Manfred Rekowski. "Konfirmandengruppen, Seniorenkreise, Männertreffs, Schulklassen können sich mit dem Thema inhaltlich beschäftigen und selbst aktiv werden." Auch andere Landeskirchen, Bistümer und Gemeinden anderer Konfessionen seien eingeladen, die Aktion zu übernehmen. Die rheinische Kirche helfe gerne bei der Umsetzung unter eigenem Label.

Viele Christinnen und Christen zeigten schon seit Monaten mit ganz praktischem Engagement für die Fremden, die nach Deutschland kommen, wofür sie stehen, unterstrich Präses Rekowski. "Dieser Einsatz beeindruckt mich immer wieder. Für diesen gelebten Glauben bin ich dankbar. Aber ich bin sicher, es tut uns gut, wenn wir noch deutlicher zeigen, wofür die, die sich vom Wort Gottes leiten und von seinem Geist antreiben lassen, stehen."

Ihr/e Ansprechpartner/in
Sabine Damaschke
Presse- und Medienarbeit
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