30. September 2016

Brot für die Welt

Konfis backen Brote zum Erntedankfest

Noch vor der Schule standen sie in der Backstube und haben Brot gebacken. An diesem Sonntag heißt es wieder früh aufstehen, denn die Brote sollen für einen guten Zweck in den Erntedankgottesdiensten verkauft werden. Zahlreiche Konfirmanden der rheinischen und westfälischen Kirche beteiligen sich wieder an der "Brot für die Welt"-Aktion "5.000 Brote – Konfis backen Brot für die Welt“. 

Bäcker und Konfirmanden in der Backstube

Aktion in der Essener Backstube (Foto: Stefan Koppelmann)

Früh morgens in der Bäckerei Holtkamp in Essen: Für den guten Zweck haben sich Konfirmanden aus der Kirchengemeinde Margarethenhöhe schon um 5 Uhr früh den Schlaf aus den Augen gewischt und gemeinsam mit Pfarrerin Selma Thiesbonenkamp Brote gebacken, die sie dann am Sonntag im Gottesdienst gegen eine Spende verteilen.

Anlass ist die bundesweite Aktion "5.000 Brote". Mit dem Erlös unterstützt "Brot für die Welt" drei Bildungsprojekte in Ghana, El Salvador und Albanien. "Durch die Beteiligung bekommen unsere Konfirmanden das Gefühl, dass sie als Gemeinschaft etwas bewegen können, um die Bildungschancen von Menschen in ärmeren Ländern zu erhöhen", sagt Selma Thiesbonenkamp.

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden aller Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland sind eingeladen, Brote zugunsten von Kinder- und Jugendprojekten zu backen. Die Bäckerbetriebe öffnen für diese Aktion ihre Backstuben. Die Konfis backen dort selbst Brot und gewinnen dabei einen Einblick in einen handwerklichen Beruf. Zudem besteht bis zum 1. Advent die Möglichkeit, einen Gottesdienst mit zu gestalten und die Brote selbst mit zu verkaufen. Darüber hinaus beschäftigen sie sich in der Konfirmanden-Arbeit mit der Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen in anderen Teilen der Welt.

Gruppenbild

"Brot für die Welt"-Präsidentin Cornelia Füllkrug-Weitzel mit Bäckermeistern (Foto: Hermann Bredehorst)

Gemeinsame Aktion macht auch Bäckern Spaß

An der bundesweiten Durchführung der Aktion "5.000 Brote", die 2014 erstmals gestartet wurde, beteiligten sich im vergangenen Jahr über 18.000 Konfirmanden aus über 900 Gemeinden. Sie haben bislang gemeinsam über 70.000 Brote gebacken und mehr als 300.000 Euro für Ausbildungsprojekte von "Brot für die Welt" erwirtschaftet.

Die diesjährige Aktion wurde schon im Januar bei der Internationalen Grünen Woche in Berlin eröffnet. Zwischen Erntedank und dem ersten Advent geht das Backen dann in die Hauptsaison. "Die Zusammenarbeit zwischen Handwerk, Kirche und Konfis hat tolle Früchte getragen", meint Dieter Vierlbeck, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Kirche und Handwerk. Landesinnungsmeister Heribert Kamm unterstützt die Aktion deshalb engagiert.

In seinem Verband hätten viele Bäcker eine richtige Leidenschaft für die Aktion entwickelt, erzählt er. Das gemeinsame Backen mit den Jugendlichen mache ihnen Spaß. "Ich finde es beeindruckend, dass die Konfis sich für die Jugendlichen in Ghana, in El Salvador und Albanien einsetzen. Dass sie dabei auch den Alltag in der Bäckerei erleben können, ist prima", so Heribert Kamm. 

Logo der Aktion

Die Aktion wird mit Plakaten begleitet (Foto: Brot für die Welt)

Über 100 Gemeinden in Rheinland und Westfalen beteiligen sich

Die westfälische Präses Annette Kurschus und der rheinische Präses Manfred Rekowski engagieren sich für die Aktion. In der Evangelischen Kirche im Rheinland nehmen in diesem Jahr rund 50 Gemeinden teil; davon sieben im Saarland, vier in Rheinland-Pfalz und vier im hessischen Teil der rheinischen Kirche.

Mit einem Erntedankgottesdienst am Sonntag in Wuppertal wird Präses Rekowski die Aktion für die Evangelische Kirche im Rheinland offiziell eröffnen.

In der Evangelischen Kirche von Westfalen beteiligen sich über 55 Gemeinden an der Aktion. "Wir freuen uns, dass so viele Konfis, Pfarrerinnen und Pfarrer und Bäckereien unserem Aufruf gefolgt sind. Bäcker und Jugendliche arbeiten bei der Aktion Hand in Hand und unterstützen dadurch junge Menschen in anderen Ländern", so Präses Annette Kurschus, die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen. "Das gelebte Teilen ist eine wertvolle Erfahrung." Die regionale westfälische Eröffnung der "Brot für die Welt"-Aktion findet am Sonntag in Soest statt.

Text: Sabine Portmann

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