19. April 2016

Diakonie Katastrophenhilfe

Soforthilfe nach Erdbeben in Ecuador läuft an

Nach dem schweren Erdbeben in Ecuador am vergangenen Samstag ist die Soforthilfe der Diakonie Katastrophenhilfe angelaufen. Während Bergungsmannschaften weiter nach Überlebenden suchen und Tote bergen, geht es bei den Partnern der Diakonie Katastrophenhilfe vor Ort um die geplante Verteilung von Hilfsgütern.

Zerstörtes Haus

Foto: LocoWiki/Wikimedia Commons

Nach Angaben der Regierung in Ecuador sind bis Montag rund 350 Tote gefunden worden. Hunderte Menschen werden noch vermisst, mehr als 2.500 Bewohner der Küstenregion erlitten Verletzungen. Präsident Rafael Correa nannte das Erdbeben der Stärke 7,8, das sich Samstagnacht (Ortszeit) vor der ecuadorianischen Küste ereignet hatte, die größte Tragödie der vergangenen 67 Jahre. Die Regierung hatte bereits am Samstag den landesweiten Ausnahmezustand verhängt. Zwei mobile Krankenhäuser, mehr als 100 Ärzte und medizinisches Personal wurden in die am stärksten zerstörten Provinzen Manabí und Esmeraldas entsandt.

Weltweites kirchliches Netzwerk nutzen

Die Diakonie Katastrophenhilfe hat 50.000 Euro Soforthilfe bereitgestellt, um die Erdbebenopfer mit Trinkwasser und Hygiene-Sets zu versorgen. Am Mittwoch wird auch der Leiter des Regionalbüros der Diakonie Katastrophenhilfe in Lateinamerika, Marino Jansen, in Ecuador eintreffen und die Hilfe weiter koordinieren. Die Diakonie Katastrophenhilfe agiert nach eigenen Aussagen innerhalb des weltweiten kirchlichen Netzwerks ACT Alliance (Action by Churches together). In diesem Netzwerk seien viele Kompetenzen vereint, hieß es: ob es um den Aufbau und die Betreuung von Notunterkünften gehe, um sauberes Trinkwasser und Seuchenvorsorge oder um die Verteilung von Hilfsgütern bis hin zur psychosozialen Unterstützung. 

An der internationalen Hilfe für Ecuador beteiligen sich auch zahlreiche lateinamerikanische Staaten sowie die Europäische Union. Sie stellte am Montag eine Million Euro als erste Notfallhilfe zur Verfügung. Nun komme es darauf an, die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern, hieß es. Die Menschen benötigten vor allem Lebensmittel, Wasser und Unterkünfte.

Notfall- und Evakuierungspläne liegen vor

Ecuador liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. Kontinental- und Ozeanplatten stoßen aufeinander. Erdstöße sind keine Seltenheit. Um die Anfälligkeit der Bevölkerung gegenüber Naturkatastrophen zu verringern, hat die Diakonie Katastrophenhilfe in den vergangen Jahren in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen mehrere Katastrophenvorsorge-Projekte betreut. Ziel der Projekte war unter anderem Notfall- und Evakuierungspläne zu erarbeiten sowie in einigen Orten und Gemeinden Katastrophenpräventionskomitees aufzubauen. 

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin,
Spendenkonto 502 502 
Evangelische Bank, BLZ 520 604 10
IBAN: DE6852 0604 1000 0050 2502
BIC: GENODEF1EK1.
Stichwort: Erdbeben in Ecuador - online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/ 

Ihr/e Ansprechpartner/in
Ulrich T. Christenn
Brot für die Welt, Katastrophenhilfe, Sammlungen, Kollekten
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