„Was soll nur aus uns werden?“

Fortbildung
Eltern-Kind-Einrichtungen helfen Persönlichkeit zu stärken und eröffnen neue Lebensperspektiven
Referentinnen/Referent
Annette Breiter
Dienstag, 16. Mai 2017 - 13:00 - Mittwoch, 17. Mai 2017 - 18:00
Programm

 Wohnformen für Mütter und/oder Väter und ihre Kinder in Verbindung mit intensiver sozialpädagogischer Betreuung richten sich in der Regel an minderjährige oder bedürftige Mütter/Väter in einer Lebensphase, die sich durch hohe Anforderungen auszeichnet und die sie aufgrund ihres besonderen individuellen Förderbedarfs nicht alleine bewältigen können. Auch geistige Behinderungen oder psychische Erkrankungen erfordern eine kontinuierliche professionelle Begleitung.

Die Herausforderungen in der sozialpädagogischen Betreuung und Begleitung sind vielfältig und generieren sich aus den unterschiedlichsten Fragestellungen. Welche Ziele verfolgen die Fachkräfte und decken sich diese mit den Zielen der jungen Mutter? Kann man gleichzeitig „Anwalt“ des Kindes und der Mutter/ des Vaters sein? Wie soll man mit dem Auftrag des Jugendamtes umgehen, wenn sich herausstellt, dass die hochgesteckten Ziele des letzten Hilfeplangesprächs völlig unrealistisch sind?

Der Alltag in den Einrichtungen wird geprägt vom Tagesgeschäft. Die Mitarbeitenden unterstützen, leiten an, korrigieren Verhalten und versuchen Absprachen und Notwendigkeiten durchzusetzen. Nicht immer mit Erfolg, da die Ziele einer 15jährigen Mutter möglicherweise andere sind als die der Mitarbeiterin, die ein aufgeräumtes Zimmer und nächtliche Zuwendung für den Säugling fordert.
Konzepte können hilfreich sein, wenn es gelingt, sie den Erfordernissen und Ressourcen aller Beteiligten anzupassen.
Ziel des Seminars ist die Erarbeitung eines praxistauglichen Stufenmodells, in dem alle wichtigen Faktoren wie Selbstkontrolle, Alltagskompetenz, Eltern-Kind-Interaktion, Bindungsfähigkeit und Resilienzförderung Berücksichtigung finden.

Zentrale Themen sind
• Rollenklärung,
• professionelle Nähe und Distanz,
• Entwicklung innovativer Methoden in der Fall- und Profilarbeit,
 • höchstmögliche Partizipation,
• Beziehungsaufbau und Arbeitskontrakt,
• Balance zwischen „Ausleben“ und „Nachreifen“,
• Bedeutung von Biografiearbeit,
• Netzwerkarbeit,
• sowie die Bearbeitung von Umsetzungsproblemen in der Praxis.

Praxisnah und fallbezogen werden die Inhalte des Seminars gemeinsam erarbeitet. Der Workshopcharakter des Seminars unterstützt die Entwicklung neuer Handlungsansätze und persönlicher Handlungsstrategien.

Methoden Theoretische Einführung und Inputs, gearbeitet wird im Gesamtplenum (Theorie-, Praxis- und Selbstreflexion) sowie in angeleiteten Kleingruppen.

Anmeldeschluss
17. März 2017
Kosten für Mitglieder
€ 315,00 inkl. Unterkunft und Verpflegung
Kosten für Nichtmitglieder
€ 335.00 inkl. Unterkunft und Verpflegung
Übernachtung im Einzelzimmer
Kurzbeschreibung

Wohnformen für Mütter und/oder Väter und ihre Kinder in Verbindung mit intensiver sozialpädagogischer Betreuung richten sich in der Regel an minderjährige oder bedürftige Mütter/Väter in einer Lebensphase, die sich durch hohe Anforderungen auszeichnet und die sie aufgrund ihres besonderen individuellen Förderbedarfs nicht alleine bewältigen können.
Ziel des Seminars ist die Erarbeitung eines praxistauglichen Stufenmodells, in dem alle wichtigen Faktoren wie Selbstkontrolle, Alltagskompetenz, Eltern-Kind-Interaktion, Bindungsfähigkeit und Resilienzförderung Berücksichtigung finden.

Zielgruppe
MitarbeiterInnen aus Eltern-Kind-Einrichtungen